Manuela Rader

Waldzirkus

eine humorzentrierte Naturerfahrung

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Ein Angebot, direkt im Naturraum, das humorvolle Begegnung als Ausgleich zum Alltag schafft und die Bindung zur Natur als Lebensraum stärkt. Talente der Teilnehmenden werden in den Mittelpunkt gestellt und in Szene gesetzt. Wir verbringen gemeinsam Zeit in der Natur und erforschen diese mit allen Sinnen.

Clownin Paula und die Naturpädagogin Verena Wernbacher begleiten die Gruppe. Paula erlebt als Clownin die Natur auf ihre eigene Art und Weise. Die Natur ist ihr Lebensraum, in dem sie sich zuhause fühlt. Auch Musik gehört für sie in allen Lebenslagen dazu. Die Figur des Clowns verfügt über ganz eigene Wege der Kommunikation. Ziele sind die Interaktion mit den Klient*innen und das Erforschen ihrer Talente und Möglichkeiten in Verbindung mit allem, was die Natur uns zur Verfügung stellt. 

Die innovative Verbindung von Clownerie (Humor) und Naturpädagogik (Naturerfahrung) stärkt das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen und verleiht mehr Leichtigkeit. Die Bindung zur Natur als Lebensraum wird gefestigt.

Die Interaktion einer Gruppe bzw. einzelner Individuen mit einem Clown, hilft mittels Humor Ängste abzubauen, verbessert die Kommunikationsfähigkeit, erhöht die Kreativität, senkt die Aggressionsbereitschaft (vgl.Fry, 1964; Rosendahl et al., 2022).

Clownerie ist eine einzigartige Kunstform, die im Rahmen eines Bildungsangebots die Menschen auf einer emotionalen Ebene ansprechen kann und dazu beiträgt, Sachverhalte zugänglicher und nachvollziehbarer zu machen.

Bildungsinhalte werden direkt im Naturraum erlebbar gemacht. Durch das persönliche Erleben entsteht ein nachhaltiges und intensiveres Wahrnehmen.
Der Waldzirkus ist kein fertiges Programm, sondern individuelles Eingehen auf die Interessen und Bedürfnisse der Kund*innen.

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Es ergibt sich die Möglichkeit eines individuell-emotional-bedürfnisorientierten Arbeitens und eine Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit. Ganz nebenbei bewirkt der Aufenthalt in der Natur eine Stärkung des Immunsystems, Stressreduktion und Erhöhung der Resilienz (vgl. z. B. Louv, 2011 und Berk, 2001).

Durch die einzigartige Kombination vom Erleben in der Natur und einer humorvollen Herangehensweise an aktuelle Aufgaben wird nicht nur der Klimaschutz (SDG 13) thematisiert, sondern es werden auch mehrere andere Sustainable Development Goals (SDGs) adressiert:

SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen

SDG 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion

SDG 15: Ökosysteme der Erde schützen

Themen in den Workshops

Klimaschutz –
Was kann jede/r einzelne von uns beitragen?

Förderung von Umweltbewusstsein
und Ideen zum aktiven Handeln

Resilienz und Achtsamkeitstraining –
Waldbaden als Möglichkeit der

Gesundheitsförderung –
kann auch mit „Walking Meetings“ verbunden werden

Teambuilding im Wald –
gemeinsam die Natur entdecken reduziert Stress und fördert die Gemeinschaft

Gewinner des Wettbewerbs

„Make Good Things Happen -Ideen mit sozialer und ökologischer Wirkung“

der AAU

Mag. Verena Wernbacher: Als Naturpädagogin ist es mir ein Anliegen, allen Menschen Naturerfahrungen zugänglich zu machen. Durch meine langjährige Arbeit im sozialpädagogischen Bereich mit Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen konnte ich viele Male daran teilhaben, wie sehr Erlebnisse mit und in der Natur die Menschen in ihrer jeweiligen Situation stärken. Selbst ein kleiner Strauß aus Wildblumen am Pflegebett ermöglicht bereits eine breite Palette an Sinneserfahrungen, die neuen Lebensmut und neue Perspektiven eröffnen.

Manuela Rader: Ich versuche spontan auf jede Klientin und jeden Klienten persönlich einzugehen und eine individuelle Verbindung herzustellen. Eine dreijährige Ausbildung als Hospital Clown und die Arbeit im Verein der Roten Nasen Clowndoctors hat mich geschult sensibel und achtsam im Moment zu agieren. Über die Jahre konnte ich speziell im Sozialbetreuungs- und Pflegebereich sehen, wie die Clownerie und der Einsatz von Musik Menschen in allen Lebenslagen erreicht.